Starke Wachstumsbranche
Die Solarwirtschaft gehört zu den wachstumsstärksten Branchen in Deutschland. Schon heute hat sie große Bedeutung für den heimischen Wirtschaftsstandort.
Solarunternehmen bauen bei ihren Investitionen überwiegend auf deutsche Technik und Zulieferer. Ein signifikanter Teil der Wertschöpfung verbleiben im Inland.
In den letzten fünf Jahren konnte die Photovoltaik jährlich ein durchschnittliches Marktwachstum im deutlich zweistelligen Bereich erzielen. Bei der Solarwärme lag es - trotz erheblicher Schwankungen - im gleichen Zeitraum bei 20 % pro Jahr. Insgesamt hat sich der Endkundenumsatz mit Solartechnik auf über 11 Mrd. Euro per Ende 2008 gesteigert.
Technologieführerschaft und steigende Exportquoten sichern der Solarwirtschaft einen bedeutenden Anteil am Weltmarkt. Dieser wird von Experten allein in der PV-Branche schon 2020 auf über 20 Mrd. Euro geschätzt.
Die Markterfolge ermöglichen deutschen Solarunternehmern verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung. Umgekehrt sind diese notwendig, um im verschärften globalen Wettbewerb ausländischen Anbietern zum Beispiel aus Asien Paroli bieten zu können.
Durch Effizienzsteigerungen und eine weitere Rationalisierung der Fertigungsverfahren wird die deutsche Solarbranche auch in Zukunft ihren weltweiten Spitzenplatz behaupten können.

Lothar Späth, Ministerpräsident a.D., WirtschaftsexperteHightech made in Germany
"Die Solartechnik hat sich zur absoluten Hochtechnologie mit hohem Innovations- und Ausbaupotenzial gemausert und genau darin liegt ihre Bedeutung für den Standort Deutschland. Denn richtig beschäftigungswirksam sind gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen, deren Produkte sich durch Know-how und hohes technologisches Niveau auszeichnen. Vor allem in Clustern wie beispielsweise der Region München oder Jena zeigt sich, dass die weltweite Symbiose von Wissenschaft und Technologieunternehmen bei der Schaffung neuer und hauptsächlich langfristiger und hoch qualifizierter Arbeitsplätze besonders förderlich ist. Die Massenproduktion einfacher Güter wird in Deutschland aufgrund hoher Arbeitskosten in vielerlei Hinsicht kaum eine Zukunft haben. Bereits heute beobachten wir, wie Autos und Mobiltelefone zunehmend in Singapur oder Shanghai gefertigt werden. Im Zuge dessen entsteht Beschäftigung vor Ort gar nicht erst oder geht sogar verloren. Die Solarwirtschaft zählt mit ihrem enormen Potenzial zu den Schlüsseltechnologien der Zukunft. Die deutschen Unternehmen dieser Branche gehören zu den besten am Weltmarkt und unter treichen damit Deutschlands Vorreiterrolle bei alternativen Energien. Diesen Vorsprung müssen wir nutzen!" [Bild: 20]
Aus Alt wird Neu
Die Nutzung regenerativer Energieträger schafft Wirtschaftsimpulse. Gerade in strukturschwachen Regionen Deutschlands bieten sich dank der zahlreichen Standortansiedlungen der letzten Jahre großartige Zukunftschancen.
Chancen für Mittelstand und Handwerk
Mit zunehmender Nutzung Erneuerbarer Energien entstehen regionale Wirtschaftskreisläufe, von denen heimisches Handwerk und Mittelstand gleichermaßen profitieren. Für die über eine Million Beschäftigten des Heizungs-, Elektro- und Dachdeckerhandwerks ist Solarenergie ein neues Geschäftsfeld.
Rund ein Drittel der 70.000 Unternehmen plant einen Einstieg in die Solarbranche oder hat ihn bereits vollzogen, über 10.000 deutsche Handwerksbetriebe sind hier bereits aktiv [4].
Solarenergie schafft Arbeitsplätze
Alle Erneuerbaren Energien zusammen bieten in Deutschland schon heute mehr als 280.000 Menschen Arbeit. Das sind mehr Menschen, als in Kernenergie, Stein- und Braunkohle zusammen [5]. Bei kontinuierlichem Ausbau auf 20 Prozent der Energieversorgung werden 2020 eine halbe Million Menschen im Bereich der Erneuerbaren Energien arbeiten. Die neu geschaffenen Arbeitsplätze übersteigen die Zahl derjenigen, die dafür in der konventionellen Energiewirtschaft entfallen, um ein Mehrfaches.
Auch die junge Solarbranche wirkt zunehmend als Jobmotor. In den letzten Jahren entstanden hier 78.000 neue Arbeitsplätze [4]. Bei anhaltendem Branchenwachstum rechnet der Bundesverband Solarwirtschaft mit einer Verdoppellung der Arbeitsplätze noch in diesem Jahrzehnt, bis 2020 mit 150.000 Beschäftigten.

"Schon heute bilden das deutsche Handwerk und die heimischen mittelständischen Unternehmen das Rückgrat der Solarbranche. Auch in Zukunft werden sie ganz besonders vom weiteren Ausbau erneuerbarer Energieträger profitieren." [Bild: 21]Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW)

- Rund 200 deutsche Unternehmen produzieren in Deutschland Solaranlagen und deren Komponten. Allein in den letzten fünf Jahren gingen über zehn Solarfabriken neu an den Start, viele davon in den neuen Bundesländern. [24]

- Aus Siliziumblöcken entstehen Wafer. Bei einer Vielzahl der Hightech-Produktionsverfahren hat Deutschland technologisch die Nase vorn. [23]

- Auch der Großhandel profitiert vom Solarboom. Allein 2004 mussten rund 3 Millionen Solarmodule und -kollektoren zum Kunden.[27]

- Für die rund eine Million Beschäftigten des Heizungs-, Elektro- und Dachdeckerhandwerks ist Solarenergie ein potenzielles Geschäftsfeld. [28]

- Über 10.000 deutsche Handwerksbetriebe sind bereits in der Solarbranche aktiv. [29]
