Solarenergie in Deutschland

Daten · Fakten · Argumente

Wettlauf mit der Zeit

Aus der Nische zur Erfolgsstory

Aufgrund der rasanten Ausbreitung der fossilen Energieerzeugung Mitte des letzten Jahrhunderts fristete Solartechnik zunächst ein Nischendasein.

Die Aufmerksamkeit für Sonnenenergie steigerte sich schlagartig nach der ersten Ölkrise und der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl.

Nachdem Solarenergie unter Extrembedingungen im All ihre Funktionsfähigkeit unter Beweis stellen konnte, wurde zu Beginn der 90er-Jahre erstmals ihre Breitenanwendung auf der Erde getestet - mit durchschlagendem Erfolg.

Mit der Jahrtausendwende wurde das Solarzeitalter eingeläutet. Nachdem eine christlich-liberale Koalition das erste Stromeinspeisegesetz verabschiedet hatte und die Windkraft beflügelte, wurden mit dem EEG im Jahr 2000 in Deutschland schließlich die Weichen auch für eine solare Zukunft gestellt.

Seitdem verzeichnet die Photovoltaik einen beispiellosen Boom und stellt sich Erfolgreich dem globalen Wettbwerb in einer Multimilliarden-Industrie.

Knallharter globaler Wettbewerb

Um ihre Position im globalen Wettbewerb zu stärken und weiter auszubauen, muss die deutsche Solarbranche die Markterschließung konsequent fortsetzen und die Technologien ständig weiterentwickeln und nicht zuletzt Kosten senken.

Die Investitionssicherheit des parteiübergreifend verankerten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) bietet der Photovoltaik dafür das geeignete Sprungbrett. In seiner Anreizwirkung, Kosteneffizienz und Verursachergerechtigkeit übertrifft es alle anderen bekannten Markteinführungsinstrumente. Inzwischen hat sich das Förderinstrument EEG sogar zum "Exportschlager" entwickelt und wird von vielen Ländern kopiert.

Im Solarwärmebereich stehen mit dem Marktanreizprogramm und dem Wärmegesetz zwei effektvolle Marktöffner zur Verfügung.

Historie der Energieversorgung

19.Jh. Einführung von Dampfmaschinen (industrielle Revolution)
1882 Erstes Kraftwerk und elektrische Straßenlampen in Berlin
1957 Euratomvertrag zur Einführung der Kernenergie bewirkt erste finanzielle Massenmobilisierung
1958 Erste Solarzellen im Weltraum
1961 Erster Atomstrom in Deutschland (KKW-Kahl)
1972 Club of Rome beschreibt "Grenzen des Wachstums"
1973 Erste Ölkrise
1977 Beinahe-GAU im Atomkraftwerk Harrisburg (USA)
1980 Zweite Ölkrise
1983 Großfeuerungsanlageverordnung, Beginn der Rauchgasentschwefelung
1986 GAU im Atomkraftwerk Tschernobyl (UdSSR)
1986 U.a. aufgrund der zunehmenden Waldschäden wird die TA Luft erlassen
1991 Das Stromeinspargesetz ermöglicht Aufnahme von erneuerbarem Strom in öffentliche Netze
1992 Erste Weltklimakonferenz in Rio den Janeiro
1998 Liberalisierung des Strommarktes
1999 100.000-Dächer-Programm für Photovoltaik
2000 Inkrafttreten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
2001 Deutschland überflügelt USA in Solarstromleistung
2002 Gesetz zum Ausstieg aus der Kernenergie
2004 Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls / Deutschland erstmals PV-Zubauweltmeister
2007 Dünnschicht-Technik ergänzt Photovoltaik-Portfolio
2008 Ölpreis steigt erstmals über 100 Dollar
2008 Über 50.000 Photovoltaik-Arbeitsplätze in Deutschland
2009 Das Wärmegesetz tritt in Kraft. Es fordert bundesweit im Neubau Mindeststandards für Erneuerbare Energien
2009 Der jährliche Zubau der Photovoltaikleistung überschreitet 2GWp / Deutschland erobert den Titel "Zubauweltmeister" von Spanien zurück
2009 Die Bundesregierung macht den Atomausstieg teilweise wieder rückgängig. Die Restlaufzeiten der deutschen Meiler können bei "gegebener Sicherheit" verlängert werden.
2012 Solarwärme wird wettbewerbsfähig
2015 Solarstrom wird wettbewerbsfähig
2020 150.000 Solararbeitsplätze in Deutschland
2020 Erneuerbare Energien decken über 20 Prozent der Energieversorgung
2025 Marktdurchbruch für solare Mobilität
2040 Erneuerbare Energien decken 50 Ürpzemt der Energieversorgung
2050 Vollversorgung aus Erneuerbaren Energien