Die Deutschen wollen Solarenergie
Die Bevölkerung in Deutschland stimmt dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und vor allem der Solarenergie vorbehaltlos zu. Schon im April 2005 brachte eine bundesweite Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ans Licht: Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland fordert, die Erneuerbaren Energien zu stärken. Besonders stark war die Zustimmung unter den Anhängern der Grünen (83 Prozent) und der Sozialdemokratie (68 Prozent). Damals stellten beide Parteien die Regierungskoalition. 57 Prozent der Anhänger der FDP forderten, die Erneuerbaren Energien auszuweiten. Immerhin 52 Prozent der Sympathisanten von CDU und CSU sprachen sich ebenfalls dafür aus [1]. Zwischen 2005 und 2009 regierte eine Große Koalition aus SPD und CDU. Seit Ende 2009 hat eine Koalition aus Unionsparteien und Freidemokraten die Regierung in Berlin übernommen. Der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien wurde auch unter dieser politischen Farbkombination zu einem wichtigen Politikziel der Bundesregierung erklärt. In einer neuerlichen Forsa-Studie von Dezember 2009 zeigte, dass sich das Interesse in der deutschen Bevölkerung sogar verstärkt hat: 80 Prozent der Befragten wünschten sich, die erneuerbaren Energien stärker als bisher zu nutzen und zu fördern. 78 Prozent der Befragten gaben an, Strom aus erneuerbaren Energien zu bevorzugen. Acht von zehn Befragten (81 Prozent) sind der Meinung, es solle schon jetzt stark in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert und die Nutzung herkömmlicher Energieträger wie Kohle, Gas und Atomkraft verringert werden. Anhänger der Grünen und Linkspartei vertraten diese Auffassung zu 95 Prozent. Bei den christlichen Parteien, der SPD und der FDP schwankte die Zustimmung zwischen 66 und 87 Prozent [3].
Junge Leute sorgen sich ums Klima
Im Sommer 2009 befragte das Forsa-Institut speziell junge Leute zwischen zehn und 14 Jahren. 84 Prozent der Befragten im gesamten Bundesgebiet machen sich wegen des Klimawandels Sorgen. Mehr als drei Viertel der Schüler fordern, dieses Thema stärker im Unterricht zu behandeln [2].
Günther Oettinger, EU-Kommissar und Ministerpräsident a.D. (CDU)"Der Einsatz von Photovoltaik und Solarthermie in Baden-Württemberg hat Tradition. Am Beginn des Solarbooms Mitte der 90er-Jahre stand der Bau von Solarfabriken im Südwesten. Nicht nur im industriellen Bereich wollen wir in der Solarwirtschaft zukünftig Arbeitsplätze schaffen, sondern auch bei Handwerk, Dienstleistung, Forschung und Entwicklung.
Die Solarindustrie verbindet Klimaschutz und umweltverträgliches Wirtschaftswachstum in Baden-Württemberg, Deutschland, aber auch weltweit."
Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlandes (CDU)"Wir sind Energieland und wollen es auch in Zukunft bleiben. Deshalb werden wir dafür sorgen, dass mit dem bestehenden Investitionsbedarf im Kraftwerksbereich auch heimische neue Energien eine Chance erhalten. Unsere Spitzenstellung im Bereich Erneuerbare Energien gilt es jetzt auszubauen. Investitionssicherheit und diskriminierungsfreie Netzzugänge auch für Solartechnik sind dafür unverzichtbar."

